Ankündigung Fotobuch

Unser Fotobuch ist da !

Fotobuch
1/1 
start stop bwd fwd

Liebe Mitglieder,

am kommenden Montag, den 7. September 2015 steht unser Fotobuch zum Erwerb zur Verfügung !

Die Auflage beträgt 500 Bücher und ist bei den folgenden Verkaufsstellen für € 15,- erhältlich:

1. Gemeindebüro Ellerbek (ab 23. September 2015)

    Rugenbergener Mühlenweg 1

    Tel.: 305110

 

2. Bücherei der Gemeinde Ellerbek

    Schul- und Sportzentrum

    Rugenbergener Mühlenweg 1

    Tel: 305113

 

3. Geschenke Bo B. Malmberg-Lübbke

    Pinnebeger Straße 167c

    Tel.: 371258

 

4. EDEKA Appel

    Waldhof 1

    Tel.: 374949

 

5. Bei allen Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins Ellerbek

    Tel. siehe www.Heimatverein-Ellerbek.de

 

Heimatvereinsmitglieder bekommen pro Mitgliedschaft 1 Buch zum Vorzugspreis von € 13,- (nur bei den Mitgliedern des Vorstands)

 

Mit freundlichen Grüßen

Heimatverein Ellerbek e. V.

Gestern - Heute - Morgen

Ellerbek 1588

1588

 

Ellerbek auf der großen Landtafel der Grafschaft Holstein-Schauenburg

 

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der ältesten Karte, in die unser Ellerbek eingezeichnet wurde. Graf Adolf XIV. (1582-1601) erteilte dem Maler Daniel Frese den Auftrag, ,,den Anteil der Grafen von Schauenburg im Land zu Holstein in Olie Ferbe" zu malen.

 

Für die umfangreichen Vermessungen und Recherchen zog Frese mit einem Gehilfen drei Jahre durch das Land. Die ausführliche Karte zeigt unter anderem den Ochsenweg und sogar Schlagbäume, Richtstätten, Wind- und Wassermühlen.

Der Graf ordnete an, dass die Karte (mit den beachtlichen Ausmaßen von 4,5 x 5 Metern) ,,da uff Unserem Haus Pinnebergh [1] also verwahrlich hingehängt werde, dass kein Ratten oder Meus dazukommenkönnten. Tatsächlich hat die Karte nie in Pinneberg gehangen. Frese hatte sie in Stadthagen abgeliefert. Heute befindet sie sich im Schloss des Fürsten von Schaumburg-Lippe in Bückeburg. Wer nicht so weit fahren möchte, kann sich auch die Kopie in gleicher Größe im Ratssaal des Pinneberger Rathauses anschauen. 

[1] Die Darstellung des Schlosses entspricht der Realität, es wurde 1472 erbaut und stand am Zusammenfluss von Pinnau und Mühlenau, also im Bereich Mühlenstraße/Koppelstraße/Hochbrücke. Die letzten Ruinen sollen um 1720 entfernt worden sein. Allerdings wurden beim Bahnbau (die Trasse schneidet das Schloßgelände) 1844 noch Fundamentsteine des Schlosses in den Brücken über die Pinnau und die Mühlenau verbaut. 

Ellerbek 1464

1464

 

Die älteste bekannte und erhaltene schriftliche Erwähnung Ellerbeks stammt aus dem Jahr 1464. Es handelt sich hierbei um das „Pinneberg-Hatzburger Einnahme- und Ausgaberegister“ [1]. Hier finden sich im Steuerverzeichnis die Namen der Hofbesitzer und die Höhe der zu entrichtenden Steuern:

 

 Abt_3_Nr_601_Ausschnitt

Ellerbeke

 

Michaelis        (29. September)

Lichtmess       (2. Februar)

Pinxten           (Pfingsten)

 

Marquart                      1 Pfund

Claus Kutenholt           1 Pfund

Warncke                      1 Pfund

Dreyer                         1 Pfund

De olde Kutenholt        8 Schillinge

Rencke Kutenholt         1 Mark.

 

Heinz Langeloh stammt aus Ellerbek vom Kirchenstieg und hat sich lange mit der Höfegeschichte Ellerbeks beschäftigt. Er vermutet, dass es sich bei den ersten 4 „Hofmännern“ mit den hohen Steuerbeträgen wohl um die Oberhäupter von Großfamilien handelt. Rencke und „de olde“ Kutenholt besaßen hingegen offenbar eine eigene gemeinsame Hofstelle in der Hauptstraße 11-13 (nach heutiger Zählung).

Den Hof von Claus Kutenholt lokalisiert Herr Langeloh gegenüber auf der anderen Straßenseite. Der Warncke-Hof befand sich wohl im Bereich Kirchenstieg/Dorfstraße, der Marquard-Hof weiter südlich in der Dorfstraße und der Dreyer-Hof im Bereich Kellerstraße/Hauptstraße.

[1] Landesarchiv Schleswig-Holstein (LAS) Abt. 3 Nr. 601

Ellerbek 1591

1591

 

126 Jahre nach der ältesten Steuerliste finden wir in der des Jahres 1591 bereits 13 Hofstellen, die durch Teilungen und Auflösung der großen Familienverbände entstanden sein werden. Folgende Familiennamen werden genannt: Claus, Cordes, Dreier, Crone Hagenn, Klink, Kutenholt, 2x Ramcke, Schlüter, 2x Timm, 2x Warncke.

Ellerbek 1627

1627 

Ein Soldatenfriedhof aus dem 30-jährigen Krieg in Ellerbek ?

 

Einen Hinweis geben uns die ersten Flurkarten von Ellerbek aus den Jahren 1784 bis 1790. Die einzelnen Grundstücke sind hier mit ihren „Flurnamen“, die damals jeder Einwohner kannte, bezeichnet. [1]
Für ein Flurstück am Ende der heutigen Straße Dubenhorst notierte der Kartograph: „Engelsch Karkhof“.

Im Jahre 1949 schrieb Margret Langeloh (verh. Hanf) in ihrer Hausarbeit „Geschichtliches über Ellerbek“, dass sich früher am Dubenhorst ein Rondell, umgeben von einem Erdwall, befunden hat. [2]
Sie hat die Anlage selber nicht mehr gesehen, berichtet aber:
„Auch der verstorbene Bauer Hinrich Ostermann konnte sich noch sehr gut erinnern, daß ihm sein Großvater erzählte, auf dem Engelschkarkhoff seien englische Soldaten begraben.“

Bei dem Wort Karkhof oder Karkhoff handelt es sich um die Plattdeutsche Bezeichnung für Friedhof (Kirchhof). Engelsch bedeutet Englisch.

Tatsächlich wurde das Pinneberger Schloß im Jahre 1627 von General Tilly persönlich belagert. Als er sich zu nah heran traute, schoss ihm ein Verteidiger ins Bein. Sein Lager soll sich am Damm befunden haben, wo eine der alten Eichen (Kreuzung Damm/Waldstraße) heute den Namen „Tilly-Eiche“ trägt.
Auf dem Schloß Pinneberg war zu dieser Zeit eine schottische Kompanie, im Dienste des Dänischen Königs, stationiert. Sie kapitulierte am 12.09.1627.
Auch unter Tillys Söldnern werden Engländer oder englisch sprachige Soldaten gewesen sein.

Sollen wir spekulieren ?
Könnte der Ursprung der Anlage aus noch älterer Zeit stammen ? Sind es vielleicht die Reste eines Hünengrabes gewesen ?
Ob es nun ein Gefecht in Ellerbek gegeben hat oder ob in Ellerbek einquartierte Soldaten an Krankheiten oder an ihren Verletzungen verstorben sind und hier begraben wurden, wissen wir leider nicht. Wir haben nur die mündliche Überlieferung und den uns überkommenen Flurnamen.

[1] Heute trägt jedes Grundstück eine Nummer. Viele der alten Flurbezeichnungen finden sich jedoch in unseren Straßennamen wieder: Z. B.
Mohr Camp – Moorkampsweg,
Kröencamp – Krönkampsweg oder
Moraz – Moratzentwiete.

[2] Da die Anlage schon vor über 100 Jahren eingeebnet wurde und längst überbaut ist, finden sich leider keine Spuren mehr im Gelände.

Weitere Beiträge...

  1. Ellerbek 1754
  2. Ellerbek 1784