Am Wochenende vom 12. bis 14. September fand die 550-Jahr-Feier unseres Dorfes statt. Wie sollte es auch anders sein, das ein Steuerverzeichnis aus dem Jahr 1464 uns die erste erhaltene schriftliche Erwähnung eingebracht hat. Das musste natürlich gefeiert werden und so arbeitete ein Organisationsteam seit dem letzten Jahr an einem abwechslungsreichen Programm.
Den Auftakt machte am Freitag ein Sektempfang mit anschließendem Festakt in der vollen und schön geschmückten Harbig-Halle. Bürgermeister Günther Hildebrand und der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Ellerbek, Heinz-Martin Timm, eröffneten mit ihren Ansprachen den Abend. Im weiteren Verlauf folgte ein Kulturprogramm mit dem Ellerbeker Tanzkreis und dem Chor. Frau Krüger trug ein selbstgeschriebenes Gedicht über Ellerbek vor und in einer Diskussionsrunde mit dem Bürgermeister als Moderator, erzählten Neu- und Alt-Ellerbeker ihre Erlebnisse aus Kindertagen oder wie sie als Neu-Ellerbeker hier aufgenommen wurden. Alle Gesprächspartner waren froh in Ellerbek zu leben oder hinzugezogen zu sein. Ich stellte mich auch für diese kleine Runde als jüngerer Ellerbeker gern zur Verfügung und trug in kurzen Worten meinen „Werdegang“ in Ellerbek vor. Vor der Halle konnte man sich an Grill– und Getränkeständen stärken. Hier gab es die Besonderheit, dass man Speisen und Getränke nur mit „Ellerbekern“ bezahlen konnte. Das waren Gutscheine, die dem Ellerbeker Notgeld aus vergangenen Tagen nachempfunden wurden. Diese konnte man wiederum käuflich erwerben und für eine schön gebratene Wurst oder für ein kühles Getränk verwenden. Auch als kleines schönes Andenken an diese Feier würden sie sich gut machen. Am Samstag wurde bei gutem Wetter von 10 Uhr bis in die Nacht gefeiert. Chöre, Tanzkreise und Theatergruppen traten am Schul- und Sportzentrum auf. Ab 11 Uhr öffneten Ellerbeker Betriebe, Vereine und Institutionen unter dem Motto „Ellerbek öffnet sich“ ihre Tore. Jung und Alt durften die unterschiedlichen Facetten Ellerbeker Schaffens kennenlernen. Als Anreiz für die jungen Ellerbeker wurde eine Stempel-Rallye ausgearbeitet, an der sich 38 Betriebe und 25 Kulturschaffende (Personen und Gruppen) beteiligten. Hierzu erhielten Kinder am Samstag im Rahmen der Auftaktveranstaltung eine Stempelkarte, auf der Stempel von Firmen gesammelt und Fragen beantwortet werden mussten. Als Heimatverein Ellerbek ist es für uns selbstverständlich, den Ellerbekern den Verein näherzubringen und unsere bisherige Arbeit vorzustellen. Die Baumschule Kudenholdt stellte für diesen Tag für Ellerbeker Betriebe, Vereine und Institutionen eine große Halle zur Verfügung. Auf Stellwänden stellten wir alte Landkarten und Bilder unserer Aktionen, Ausfahrten und unserer Homepage aus. Auf Tischen konnten alle Besucher einen Blick in alte Chronikhefte, Bildbände, Kalender u. a. werfen. Zwischendurch präsentierte ein Querflöten-Trio sein Können. Da wir uns vom Vorstand in „Schichten“ eingeteilt hatten, konnte jeder von uns in Ruhe die anderen Stände, Betriebe oder Institutionen im Dorf besuchen und anschauen. Auf meiner Tour schien es so, als ob ganz Ellerbek auf den Beinen bzw. dem Fahrrad unterwegs war Viele Kinder zogen mit ihren Stempelkarten um den Hals und mit ihren Eltern im Schlepptau von Betrieb zu Betrieb. Diese drückten im gemeinsamen Gespräch mit uns ihre Freude über den starken Zulauf aus. Ab 17 Uhr war dann „Feierabend“ und das Festprogramm ging mit weiteren Attraktionen auf der Festwiese weiter. Unter anderem wurden tolle Preise für die Rallye-Teilnehmer verlost. Um 21 Uhr gab es ein tolles Feuerwerk und in der Harbig-Halle forderten Live-Musik und DJ Hugo zum Tanz auf. Den Abschluss bildete am Sonntag ein Gottesdienst um 11 Uhr in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche. Zusammenfassend bin ich sicher, dass es allen Ellerbekern gefallen hat und man sich Feste dieser Art öfters wünscht. Wir vom Vorstand des Heimatvereins begrüßen das und sind offen für Vorschläge oder Unterstützung für Aktionen aller Art in unserem schönen Dorf.
Hier noch mal das ganze Festwochenende in Bildern: